Montag, 5. Oktober 2015

Überreaktionen...

Es ist noch keine 14 Tage her, da sprach alle (Medien-) Welt bereits vom neuen BVB, der noch stärker sei, als zu Klopps besten Zeiten, weil das Team praktisch das Beste von beiden Trainern vereinte und selbst Rückstände und tiefstehende Gegner kein Problem darstellten.

Wie belastbar solche Einschätzungen und Aussagen der jubelnden Fachleute tatsächlich sind, sieht man seit gut einer Woche, in der man sich gegen Darmstadt "blamierte", gegen PAOK Saloniki "einen Punkt erduselte" und nun gegen Bayern aufgrund von "hausgemachter Probleme" verlor. Die Krise ist da! Is' klar!!

Es war eine herbe (erste!) Niederlage und es ist leicht, herauszustellen, wo die Fehler lagen und noch einfacher zu kritisieren, dass es an einer Fehleinschätzung des Trainers liegen muss, wohl wissentlich, dass man das Gegenteil nicht beweisen kann.

Auch ich habe mich geärgert, besonders über das 3-1, weil es ob der anwesenden Verteidiger (allesamt Nationalspieler) zu leicht ging. Aber man konnte auch sehen, dass es weder Automatismen, noch eindeutige Reaktionen oder Zeichen unter den Protagonisten gab, so dass Robert Lewandowski der Nutznießer dieser Szene war! Diese Automatismen und Erfahrungen müssen sich aber selbst gestandene, hochbezahlte Profis holen und auf dem Niveau, mit der Präzision und Geschwindigkeit, muss man eben auch einmal Lehrgeld zahlen.

Trotzdem habe ich nicht nur negative Eindrücke aus dem Spiel mitgenommen, was vielleicht damit zusammenhängt, dass für mich Niederlagen gegen Bayern nicht ganz so unrealistisch sind und ein Duell auf Augenhöhe frühestens in 1-2 Jahren möglich sein kann, wenn der BVB Mannschaft und Trainer zusammenhält. Alles, was sonst an Hoffnung in die Partie und in den BVB gelegt wurden, entpuppt sich jetzt als Brandbeschleuniger der totalen Enttäuschung und Kritik.

Aber nun zu meinem Hauptargument, dass Rotation sein MUSS:

Thomas Tuchel zieht seinen "Stiefel" durch und rotiert, was das Personal hergibt. Und womit? Mit Recht! Es ist gerade einmal ein Jahr her, da begann der Herbst des Grauens für den BVB, begründet in der fehlenden Variabilität der einzelnen Spieler, so dass Jürgen Klopp in keinen Mannschaftsteil Stabilität bekam und immer wieder auf die gleichen Spieler setzte, die entweder aus langwierigen Verletzungen kamen, Formtiefs durchlebten und/oder Weltmeister-Titel nicht richtig verarbeitet hatten. Das führte zur nie für möglich gehaltenen Absturzgeschichte eines Vizemeisters bis auf Platz 18.

Thomas Tuchel und sein Team haben es hingegen bisher verstanden, Rotation und neue Positionen für Spieler so zu vereinen, dass man sogar in Matze Ginter den neuen Stern am Himmel der rechten Verteidiger erkannte. Man sprach von den "Neuzugängen" Mkhitaryan, Gündogan und Kagawa, weil Thomas Tuchel ihnen offensichtlich wieder (neues Selbst-) Vertrauen schenkte und, wer sich die Spiele gegen Darmstadt und Saloniki genauer anschaute, sah selbst im echten Neuzugang Gonzalo Castro, dass sich Vertrauen eines Coaches doch auszahlen kann. Daher kann ich nur empfehlen, auch das Vertrauen in "Manni" Bender als Innenverteidiger und Lukasz Piszczek als Linksverteidiger zu würdigen, denn auch wenn sie es noch nie vorher gespielt haben, so war ihre Leistung nicht so schlecht, es ging nur leider gegen den vor übermässigem Selbstbewusstsein vermutlich sogar übers Wasser laufen könnenden FCB.

Es wurden Fehler gemacht, eklatante Fehler und man ist zurückgefallen, aber nicht in "alte Zeiten", sondern von Platz 2 auf Platz 1b der "neuen Bundesliga", deren Vereine scheinbar jetzt schon dem Münchener FCB auf Platz 1a zum Titel gratulieren möchte... für die nächsten Jahre gleich mit!

Der BVB hat schon mehr (Punkte, aber neue Qualitäten) erreicht, als Viele, Tuchel vermutlich eingschlossen, gehofft hatten, auch weil viele Situationen geholfen haben, die nicht nur glücklich waren. Im Gegenteil: gerade Spiele, in denen man unglückliche Rückstände aufholte, zeigten (nicht zuletzt der Mannschaft selbst), was in dem Team alles steckt.

Mit Weigl hat man einen Rohdiamant aus dem Nichts geholt und die Mannschaft strahlt eine gewisse Ruhe aus, durchaus mit erheblichen Potential nach oben, denn es gibt einige Spieler, die noch nicht das gezeigt haben, was man von ihnen erwarten kann. Dazu gehören neben Neven Subotic, Adrian Ramos, auch Marco Reus und Mats Hummels, der sich erst noch als guter Kapitän beweisen muss, nachdem ihm Sebastian Kehl diese Rolle in der letzten Saison noch vorgelebt hat!

Mir ist also nicht Bange, aber das Krisengerede nervt und gerade von einigen Fachjournalisten hätte ich mehr Realitätssinn erwartet und weniger Schlagzeilen-Bashing!


Mittwoch, 2. September 2015

Und bald im BVB-Fanshop...

... für die Kleinen, denen Papa ein Stadionerlebnis aufgrund der gestiegenen Kartenpreise nicht mehr gönnen konnte!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Die beste Liga der Welt...

Und wieder neigt sich eine Saison dem Ende und ich stelle mir die Frage, was bleibt von dieser Spielzeit hängen?

Bezogen auf den BVB muss ich sagen, dass die Saison versöhnlich endet und mit einem Pokalsieg, der schwer genug zu realisieren sein wird, tatsächlich noch eine Krönung der Amtszeit von Jürgen Klopp anstehen könnte. Die emotionalen Ausbrüche während einer erträumten Triumphfahrt durch die Dortmunder Innenstadt kann man nur erahnen, denn allein die Art und Weise, wie Jürgen Klopp seinen Abschied abgewickelt hat, zeigt, wie großartig er als hauptverantwortlicher Trainer seinen Job versteht! Ich werde ihn entsprechend vermissen...

Hundertprozentig einverstanden bin ich trotzdem nicht, weil ich der Meinung bin, dass die Rückrunde zeigt, dass mit der Mannschaft zumindest in der Liga viel mehr drin ist, als die Qualifikation zur Europa League, die man Stand jetzt tatsächlich noch erreichen kann, obwohl man im Winter noch Tabellenletzter war!

Und da stellt sich mir die Frage nach dem tatsächlichen Warum?!

In meinen Augen ist die Liga insgesamt einfach nicht nur langweilig, was die Meisterschaft angeht, sondern qualitativ, insbesondere im taktischen Bereich, nicht das, was man von der Liga eines Weltmeisters erwarten darf.

Als Fan des BVB muss man anerkennen, dass es vielen Mannschaften gelungen ist, das Pressingspektakel von Klopp durch engmaschige Abwehrreihen eingeschränkt zu haben. Ich bin der Überzeugung, dass Jürgen Klopp die Spielart auch ändern wollte, um seinerseits eine Antwort auf diese destruktive Art des Fußballs geben zu können. Vieles sprach dann aber in der Hinrunde dagegen, so dass man weder taktisch noch mit neuen Spielern seine Ideen umsetzen konnte und aufgrund der prekären Situation sogar Rückschritte machen musste oder auf das Aufblitzen der Klasse von Auba, Reus und Co. angewiesen war, um dem Abstiegskampf zu entkommen! Aber es reichte, weil viele Mannschaften inzwischen zwar gut verteidigen, aber selten Spiele auch so angehen, als wenn sie sie gewinnen wollten. Zu oft sieht man inzwischen Mannschaften mit zwei Viererketten, die das Spiel einfach nur zerstören wollen und eventuell hinterher den Lucky Punch setzen wollen. Spannend für die, die auf Sky die letzten Minuten der Konferenz schauen, aber nicht wirklich ein Verkaufsargument für die Liga!

Wenn man dann sieht, wie die deutschen Vertreter in den europäischen Wettbewerben abgeschnitten haben, so muss ich feststellen, dass auch hier das weltmeisterliche fehlt!

Weder Spieler, wie Hummels, Götze oder Schweinsteiger konnten Akzente setzen, geschweige denn Titelambitionen bestätigen. Auch Clubs aus der zweiten Reihe, wie Wolfsburg, Gladbach oder Schalke haben keine Bäume ausgerissen. Der große Dominator aus dem Süden zeigt, dass er ohne seine ausländischen Stars wie Robben, Ribery oder Lewandowski international den großen Ansprüchen hinterherhinkt, die Liga aber im Schlaf bzw. auf der Couch gewinnt!

Auch die Nationalmannschaft tut sich schwer gegen Mannschaften wie Polen, Schottland oder Irland, wobei der Umbruch von Löw zumindest angedeutet wird, aber wenig neue Spieler zeigen, dass sie den gestandenen Weltmeistern wirklich eine Konkurrenz sind.

All das sind für mich auch die Gründe, warum die Liga einerseits nicht so gut vermarktet werden kann, wie die englische Premier League und warum Jürgen Klopp eine neue Herausforderung sucht. Ich denke, er wird seine Vorstellungen haben, die aktuell nicht in der Liga der Langeweile umzusetzen sind und daher sein Glück im Ausland suchen und finden!

Wir, die natürlich weiter zum BVB rennen,hoffen, dass Thomas Tuchel einen Ansatz findet, die Mannschaft weiterzuentwickeln, damit sie sowohl in der Liga als auch im europäischen Vergleich konkurrenzfähig ist. Sollte er es schaffen, ist er allerdings in meinen Augen der erste Anwärter auf die Nachfolge auf den rotweißen Thron von Pep und wahrscheinlich nicht zu halten!

Jetzt kommen also noch 3 Liga- und ein Finalspiel, mit der Möglichkeit auf ein richtig tolles Ende der Saison, die so viele Fragen offen lässt!






















Montag, 27. April 2015

Halbfinale, Hoffnung, Zweckpessimismus,...

Ich bin hin- und hergerissen, zwischen "Jetzt sind wir aber mal dran..." und "Wir haben eh keine Chance", wenn ich an das Spiel am kommenden Dienstag im Münchener Furzkissen denke.

Zur sportlichen Chance bzw. der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Mannschaften fehlen mir einfach die Eindrücke der Bayern, denn ich habe weder die Niederlage in Porto noch die Galavorstellung im Heimspiel verfolgt und denke, dass die Leistung gegen Hertha nicht aussagekräftig sein dürfte, nachdem ich im Radio hörte, dass alle Spanier geschont wurden.

Selbst unser Heimspiel gegen die Roten dürfte keine Aufschlüsse bieten, denn sowohl unsere Mannschaft als auch die des neuen deutschen Meisters wird personell anders aussehen.

Die Viererkette mit Durm, Hummels, Papa und Schmelle finde ich stabil, im defensiven Mittelfeld fehlen mir konstante Leistungen und bei den Gegenübern (insbesondere Thiago) wird mir schon schwindelig. Ich würde aber trotzdem Ginter und Bender bringen.

Nach vorne sehe ich da schon mehr Möglichkeiten, wobe ich gespannt bin, wer für Reus weichen wird:

Miki find ich aktuell richtig stark und gerade in München könnte er gerne mal wieder so ein Tor hinlegen, wie in der Vorsaison beim 3-0 (Träum!).

Bitte nicht schon wieder...
Shinji hat auch wieder in die Spur gefunden und mit zwei Toren in den letzten beiden (Heim-) Spielen zumindest sein Näschen für den freien Raum vor dem Tor entdeckt.

Kuba ist ein Arbeitstier, wobei er am Samstag einige Fehlpässe produzierte. Daher tippe ich mal auf ihn, auch weil Shinji im Spiel der Vorrunde stark gegen Alonso presste.

Auba sollte gesetzt sein und wenn er Platz bekommt, wie beim Sahnekonter gegen die Eintracht am Samstag, ist er ne Waffe!

Was spricht also für uns? Leider trotzdem NICHTS... vielleicht noch der Fußball-Gott, der Kloppo einen würdigen Abschied gönnt, aber gibt es überhaupt einen Fußball-Gott, erst recht wenn Bayern der Gegner ist?

Mit dem Erreichen der Meisterschaft (auf der Couch) können die Bayern umgehen. Sie werden uns auch nicht unterschätzen, aber ein paar Glückwünsche oder Blumen (;-)) vor dem Anpfiff könnten ja zumindest für ein paar Gedanken der Ablenkungen sorgen.

Ich glaube trotzdem, dass es den Bayern wichtig ist, gerade UNS den Titel zu vermiesen, wobei sie dann ja auch auf das fast schon traditionelle Supercup-Spiel mit uns verzichten müssten.

Egal... wir sind dran: Berlin, Berlin - wir fahren nach ... oder doch nicht???!!!


Sonntag, 5. April 2015

Ein komischer Abend...

Ich gebe zu, ich habe mit meinem Vorsatz gebrochen... Eigentlich wollte ich ja keine Spiele des Super-Duper-Mega-Rekord-Meisters anschauen! Warum? Weil ich der Meinung war, dass es nur eine Reaktion auf die Monopol-Stellung des FCB in der Liga gibt, nämlich diese Zusammenstellung von Stars, bezahlt durch deutsche DAX-Konzerne, zu boykottieren bzw. ignorieren.

Dennoch verleitete mich eine Mischung aus Motivation, mein Team zu supporten, und ziemlich viel Resignation, dass offenbar weder die deutsche Fanschar noch die ach so toll organisierte DFL merken, wie schädlich die immer größer werdende Klippe zwischen Bayern und dem Rest der Liga tatsächlich ist, dazu, dem Ruf des Topspiels des 27. Spieltag zu folgen.

Und so fand ich mich pünktlich auf meinem Sitzplatz wieder und freute mich auf das Spiel und über die tolle Choreo zum 41. Geburtstags des Westfalenstations!

Zur Aufstellung kann ich nur sagen, dass ich mit Kagawa gerechnet hatte, dem unser Trainer aber offenbar ein wenig Erholung nach der Länderspielwoche verordnet hatte.

Das Spiel begann unsere Borussia drückend und die ersten Minuten fanden ausschließlich in der Hälfte des FC Bayern statt, bis dieser zum ersten Nadelstich ansetzte und fast mit dem ersten Überqueren der Mittellinie das 0-1 erzielte. Schon da und erst recht nach den ersten cleveren, taktischen Fouls durch Schweini, Xabi und Co. wurde deutlich, wie unterschiedlich die Nervenkostüme der beiden Teams waren. Alle Bayern spielten ruhig und technisch perfekt, während unsere Jungs, dem Tabellenplatz entsprechend, immer hektischer und nervöser wurden.

So ist das Spiel der ersten Halbzeit auch sehr schnell eingeordnet und das 0-1 erzielte ¨unser¨ Lewy, nachdem wir zwar viele Zweikämpfe gewonnen hatten, die entscheidenden aber eben an die Bayern gingen.

In der Pause merkte man dann schon, dass es zurzeit nur wenig Zuversicht und Vertrauen auf den Tribünen gibt. Zumindest wenn man dazu die Kommentare und die Körpersprache meiner Sitznachbarn als Bewertungsgrundlage heranzieht.

In der zweiten Halbzeit konnte der BVB die Bayern weitestgehend vom eigenen Tor oder Abschlüssen fern- bzw. abhalten, entwickelte aber ebenfalls wenig Gefahr vor dem Tor des besten Torhüters der Galaxie, was er eindrucksvoll beim Freistoß durch Marco Reus in der 88. Minute bewieß.

Jürgen Klopp sah dann auch in der fehlenden Durchschlagskraft vor dem Sechzehner und in den zu wenigen Torchancen den Hauptgrund für die Niederlage! Aussagen, die wir in letzter Zeit (z.B. gegen Köln und den HSV) bereits hörten...

Allerdings stelle ich mir dazu folgende Fragen:

Müssen wir uns (erst recht gegen Bayern) Siege tatsächlich verdienen?

Reicht es nicht, wenn wir einfach mal ein Tor mehr als der Gegner schießen?

Warum müssen unsere Tore immer, wie gegen 96, herauskombiniert werden?

Wieso taugen unsere Ecken nicht mehr dazu, das Publikum hinter sich zu bringen?

Wann erleben wir, dass sich nach dem Spiel mal die Bayern über den Schiedsrichter aufregen? Nach Wembley 2013, Berlin 2014, gab es für die Roten (in einem für uns wichtigen Spiel) wieder keinen Grund sich über mangelnde Unterstützung durch den Referee zu beschweren, weil er z.B. zwei mögliche Elfer für uns eben mal wieder nicht gegeben hat!?

Auch die Spieler sprachen nach dem Spiel wieder einmal davon, dass der Gegner (diesmal allerdings die angeblich beste Mannschaft der Welt) effektiver war und man sich den Sieg eben nicht verdient hätte.

Fragen sich die selben Spieler eigentlich auch, warum sich die Gladbacher nicht für ihren Dreier in München geschämt haben, nachdem man in allen Statistiken deutlich unterlegen war und aus 4 Torabschlüssen ein 2-0 heraussprang?! 

Ich erinnere mich immer noch an Aussagen der Hinrunde, wo man davon sprach, auch mal ¨dreckige Siege¨ einfahren zu müssen. Allerdings glaube ich nicht, dass der Sportsgeist unserer Mannschaft das tatsächlich zulassen kann. Und so ordnet man sich nach dem Spiel, wie der Schiedsrichter, artig unter und überlässt das Jubeln dem Gegner, der mit einer Millionentruppe taktisch mit Mannschaften der unteren Tabellenhälfte gleichzog.

Und warum? Weil sie es können bzw. es gegen uns reicht!

Fragen über Fragen.

Nicht unerwähnt möchte ich noch zwei Dinge des gestrigen Abends lassen: Die Fanabteilung twitterte ca. eine Minute vor Schlusspfiff, dass das Spiel bereits beendet sei und es gab in einer Schlussphase, in der man ein 0-1 immer drehen kann, kaum ein Aufbauen oder entsprechende Stimmung von den Tribünen: Glaube und Selbstbewusstsein sieht anders aus!!

Nun kommt der gehasste Hopp-Club, um sich mit uns um den Einzug in die nächste Runde des Pokals zu streiten... mal schauen, ob es dann wieder so komisch wird!

Samstag, 21. März 2015

Es nervt...

Null zu Drei gegen Juve, 3 Spiele ohne eigenes Tor, Platz 10 in der Liga und das mit dem (vor der Saison prognostizierten) besten Kader der Vereinsgeschichte!? Da fällt die Suche nach den Schuldigen schwer...

Nicht für die Medien. Schuld sind ALLE! Alle, die beim BVB das Geld zum Fenster herausgeschmissen haben, die eine Taktik spielen lassen, die sich längst selbst überholt hat und vor allem die, die keine Tore mehr schießen.

ES NERVT!

Wenn man sich dann überwindet, Artikel mit reißerischen Überschriften zu lesen, um zu erfahren, was alles falsch gemacht wurde und, dass unbedingt ein Umbruch her muss, dann fragt man sich, wo denn die echten Ideen und Vorschläge für eine KURZFRISTIGE Verbesserung der Lage zu finden sind!

Keiner spricht tatsächlich darüber, dass der Umbruch entweder nicht funkioniert hat oder sich noch im Gang befindet. Sicherlich ist es ärgerlich, dass man die Champions League nicht erreichen wird und wie man gegen Juve ausgeschieden ist, aber man befindet sich noch in der Saison. Einer Saison, die noch Chancen bietet: im Pokal und auch in der Liga.

Diese Vorwurfsmaschinerie hilft niemandem, im Gegenteil: sie versucht Stimmung zu machen, die dazu führen soll, dass Spieler und Verantwortliche JETZT die Nerven verlieren, dass sie die Europa League nicht schaffen, ggf. sogar noch in den Abstiegsstrudel abrutschen und sich gegenseitig beginnen, zu zerfleischen.

Auch ich bin enttäuscht, weil ich das Gefühl habe, dass einige Spieler das Vertrauen und die Loyalität, die ihnen vom Verein, dem Trainer entgegengebracht werden, nicht mit Leistung zurückzahlen. Aber ich finde auch, dass es eben in einer Zeit des Umbruchs so aussehen kann und tatsächlich gar nicht so ist, sondern ander Dinge die Leistung beeinflussen.

Es ist schade, aber man sollte nicht immer die erfolgreichen Zeiten betrachten, sondern weiter Vertrauen haben und versuchen, dass man das tut, was bisher auch größtenteils funkionierte: als Fan alles zu geben, um den Rahmen für den Umbruch bzw.einen positiven Ausgang zu liefern.

Sonntag, 25. Januar 2015

Eine Woche noch ...

..., dann rollt endlich wieder der Bundesliga - Ball!

Dann wird die wichtigste Frage der letzten Jahre beantwortet: Hat Jürgen Klopp die Zeit tatsächlich nutzen können, um den Abstieg zu vermeiden?

Um mehr geht es tatsächlich nicht. Das muss man nach der katastrophalen Hinrunde einfach einsehen, wenn es auch schwerfällt.

Wenn man Aussagen in Interviews und Testspiele vergleicht, kommen mir einige Zweifel! Nicht daran, den Klassenerhalt zu schaffen, allerdings an der Einschätzung, man habe in der Zeit eben das nachholen können, was in der Sommerpause nicht möglich war: den Aufbau der körperlichen Fitness und das Trainieren der Abläufe.

Es bestehen tatsächlich auch Zweifel, ob die Zusammenstellung der Mannschaft auf lange Sicht von den Verantwortlichen richtig eingeschätzt wird und der Kauf von Kevin Kampl ausreicht.

Nimmt man noch einmal die oft angeführten Gründe für die Niederlagen-Serie und schaut sich die Spiele gegen Sion, Bukarest, Utrecht und Düsseldorf an, so sehe ich keine Fortschritte bei Abläufen bzw. der Abstimmung in der Offensive. Weder Immobile noch Ramos haben überzeugt, waren, im Gegenteil, immer dann wie Fremdkörper, wenn sie beginnen durften.

Auch die in der Hinrunde oft umgestellte Defensive konnte sich, meiner Meinung nach, nicht auf die Rückrunde vernünftig vorbereiten, was hauptsächlich mit den erneuten Ausfällen der Sechser Bender und Kehl zusammenhängt.

Nimmt man die Abstellungen von Aubamejang und Kagawa hinzu, summiert sich allein das auf einige Fragezeichen!

Das Hauptproblem, die angeschlagene Psyche eines jeden Spielers, hat man, wenn man das Auftreten oder die Körpersprache der Vorbereitungsspiele nimmt, bisher gar nicht angehen können. Daher stellt sich mir die Frage: Hofft man, wie Mitte der Hinrunde, wieder auf eine Siegesserie oder glaubt man in der Winterpause genug Selbstvertrauen erlangt zu haben, um erneute Rückschläge, die nicht kalkulierbar sind, wegstecken zu können?

Gerade das Spiel gegen eine tiefstehende Fortuna aus Düsseldorf hat gezeigt, dass die Mannschaft weiterhin wenig mit Ballbesitz gegen solche Gegner anfangen kann und die Defensive relativ anfällig ist, weil selbst eine Überzahl nicht reicht, wenn man wie beim 1-0 die Räume und nicht die Gegner deckt.

Daher frage ich mich immer noch, warum man mit einer Spitze gegen eine Fünferkette aufläuft, die Außen so selten zur Grundlinie durchkommen und, wenn, warum in der Box, die früher Sechzehner hieß, kaum Anspielstationen vorhanden sind?

Lichtblicke gab es allerdings auch: Kuba kommt wieder in Fahrt und die Jugend überzeugte durch Unbekümmertheit und Qualität. Hoffen wir, dass unser Trainer das zu nutzen weiß und nicht zu lange wartet, bis nämlich der Druck auf diese jungen Spieler zu groß sein wird.

Klopp zieht seinen Stiefel durch und ich hoffe, dass das Team das einerseits als Signal der Loyalität und Sicherheit wahrnimmt und mit Siegen zurückzahlt.

Lange war mir schon nicht mehr so unwohl. Gut, dass endlich bald wieder Fußball ist ;-)