Posts mit dem Label Teamspirit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Teamspirit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 27. April 2015

Halbfinale, Hoffnung, Zweckpessimismus,...

Ich bin hin- und hergerissen, zwischen "Jetzt sind wir aber mal dran..." und "Wir haben eh keine Chance", wenn ich an das Spiel am kommenden Dienstag im Münchener Furzkissen denke.

Zur sportlichen Chance bzw. der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Mannschaften fehlen mir einfach die Eindrücke der Bayern, denn ich habe weder die Niederlage in Porto noch die Galavorstellung im Heimspiel verfolgt und denke, dass die Leistung gegen Hertha nicht aussagekräftig sein dürfte, nachdem ich im Radio hörte, dass alle Spanier geschont wurden.

Selbst unser Heimspiel gegen die Roten dürfte keine Aufschlüsse bieten, denn sowohl unsere Mannschaft als auch die des neuen deutschen Meisters wird personell anders aussehen.

Die Viererkette mit Durm, Hummels, Papa und Schmelle finde ich stabil, im defensiven Mittelfeld fehlen mir konstante Leistungen und bei den Gegenübern (insbesondere Thiago) wird mir schon schwindelig. Ich würde aber trotzdem Ginter und Bender bringen.

Nach vorne sehe ich da schon mehr Möglichkeiten, wobe ich gespannt bin, wer für Reus weichen wird:

Miki find ich aktuell richtig stark und gerade in München könnte er gerne mal wieder so ein Tor hinlegen, wie in der Vorsaison beim 3-0 (Träum!).

Bitte nicht schon wieder...
Shinji hat auch wieder in die Spur gefunden und mit zwei Toren in den letzten beiden (Heim-) Spielen zumindest sein Näschen für den freien Raum vor dem Tor entdeckt.

Kuba ist ein Arbeitstier, wobei er am Samstag einige Fehlpässe produzierte. Daher tippe ich mal auf ihn, auch weil Shinji im Spiel der Vorrunde stark gegen Alonso presste.

Auba sollte gesetzt sein und wenn er Platz bekommt, wie beim Sahnekonter gegen die Eintracht am Samstag, ist er ne Waffe!

Was spricht also für uns? Leider trotzdem NICHTS... vielleicht noch der Fußball-Gott, der Kloppo einen würdigen Abschied gönnt, aber gibt es überhaupt einen Fußball-Gott, erst recht wenn Bayern der Gegner ist?

Mit dem Erreichen der Meisterschaft (auf der Couch) können die Bayern umgehen. Sie werden uns auch nicht unterschätzen, aber ein paar Glückwünsche oder Blumen (;-)) vor dem Anpfiff könnten ja zumindest für ein paar Gedanken der Ablenkungen sorgen.

Ich glaube trotzdem, dass es den Bayern wichtig ist, gerade UNS den Titel zu vermiesen, wobei sie dann ja auch auf das fast schon traditionelle Supercup-Spiel mit uns verzichten müssten.

Egal... wir sind dran: Berlin, Berlin - wir fahren nach ... oder doch nicht???!!!


Montag, 3. November 2014

Lösungsansätze


----- Viele Baustellen -----

Jürgen Klopp sagte am Samstag nicht zum ersten Mal, dass man viele Baustellen habe und die Situation "beschissen" sei und angesichts von Tabellensituation und Punkteausbeute kann man das unterstreichen. Tatsächlich zeigt die Aussage wie unübersichtlich und weitgefächert die Probleme sind. Hervorheben muss ich aber den Standpunkt, dass man selbst für die Situation verantwortlich sei. Das zeigt, dass er darauf aus ist, Ergebnisse aufgrund von eigener Leistung erzielen zu wollen und nichts geschenkt haben möchte, auch weil er darauf nichts aufbauen kann.

Meine Hoffnung war und ist allerdings, dass alle Verantwortlichen den Überblick behalten haben. Und diese Hoffnung sehe ich darin bestätigt, dass man offensichtlich kontinuierlich versucht, die Stärken der Mannschaft wieder zu wecken.

----- Erwartungshaltung -----

Problematisch ist die Erwartungshaltung (auch die der Spieler) im Zusammenhang mit dem Wissen über der Qualität und Möglichkeiten, die die Mannschaft in der Vergangenheit, aber auch in der diesjährigen Champions League gezeigt haben. Was vermutlich zwangsläufig dazu führt, dass man Niederlagen bzw. Ergebnisse in den Vordergrund stellt und Sätze fallen, es sei zu wenig, was die Spieler zeigen bzw. dass Einstellung oder gar die Qualität fehle.

Mir ist das zu oberflächlich und, auch wenn ich später aufzeigen möchte, dass Vergangenes oder Erlebtes nur bedingt hilft, das Jetzt und Zukünftige zu verbessern, gibt es viele Situationen, in denen der BVB schon gezeigt hat, dass er Spieler entwickelt und Formtiefs durch gezielte, weniger kurzfristige Maßnahmen überwunden wurden.

----- Kein Kurswechsel -----

Nun gibt es viele unterschiedliche Ansätze, wie man die Mannschaft wieder auf Kurs bringen kann und in meinen Augen versucht man zu Recht, nicht den Kurs zu wechseln, sondern die Stärken der Gruppe und der einzelnen Spieler wieder hervorzuheben. Ein Kurswechsel, also eine Abkehr von der erfolgs- oder nach vorne orientierten Spielphilosophie hin zum defensiveren Spielstil von typischen Abstiegskandidaten verbietet sich allein schon aufgrund der Zusammenstellung des Kaders!

Was jeder verinnerlichen muss, ist, dass es immer wieder Rückschläge und Einflüsse (insbesondere Verletzungen / siehe Hummels) geben wird, die man nicht kontrollieren kann. Man muss vielmehr aus den Spielerköpfen herausbekommen, dass man dem ausgeliefert ist, denn schnell werden diese Erlebnisse zu unterschwelligen Traumata, die sich auch auf die mentale Kraft auswirken.

Gleichzeitig darf man nicht den Fehler machen, nur Vergleiche mit der eigenen Vergangenheit oder ähnlichen Situationen heranzuziehen, denn das hilft genau nur so lange, bis man wieder einen Schuss vor den Bug bekommt. Was in meinen Augen auch für abergläubische Rituale, wie Trikotwechsel oder hervorgezauberte Statistiken (z.B. keine Niederlage unter Flutlicht) gilt. Diese Situation ist, wie jede andere auch, einzigartig und kann weder historisch noch statistisch mit anderen verglichen werden. Erfahrungen im Umgang mit Krisen helfen sicherlich, aber die Analyse der Situation sollte immer im Vordergrund stehen.

So ist es jetzt also die Aufgabe, auch gegen das Misstrauen vieler erfolgsverwöhnten Menschen aus dem Umfeld, "einfach" weiterzumachen. Die Spieler, die weder eine gemeinsame Vorbereitung, (wenn sie überhaupt eine) hatten, noch die Möglichkeit bekamen, sich während der Saison aufeinander abzustimmen, bekommen entsprechend die Zeit, sich auf dem Feld einzuspielen.

Das ist tatsächlich in den letzten Wochen immer mehr gegeben und wenn man sich die Entwicklung der Spiele von Köln bis Bayern anschaut, dann sieht man, dass es Spielern wie Reus, Mkhitaryan, Kagawa und Aubameyang immer besser gelingt, ein Spiel aufzuziehen, was zwangsläufig Chancen und bald auch wieder ausreichend Tore bringen wird.

----- Das Wissen (!) der eigenen Stärke -----

Bleibt das Thema "individuelle Fehler", die vermehrt zu Gegentoren geführt haben und Niederlagen besiegelt haben. Hier muss man Fehler akzeptieren bzw. erkennen, dass nach entsprechenden Gegentoren nicht alles zusammenbrechen muss. Gegentore passieren hauptsächlich aufgrund von Fehlern, aber auch durch Glücksschüsse, seien sie abgefälscht oder einfach außergewöhnlich gut getroffen.

Der Glaube an die eigene Stärke muss wieder kommen und da helfen Erfolgserlebnisse, die nicht nur in Toren oder Siegen zu sehen sein dürfen, sondern in gewonnenen Zweikämpfen und gelungenen Ballstafetten. Und da muss man hinkommen, es darf auch eigentlich nicht "Glauben" heißen, sondern muss vielmehr das Wissen um die eigene Stärke sein!

----- Die nächsten Schritte und Rückkehrer -----

In der kommenden Woche hat man zusätzlich auch einmal ein wenig Zeit, sich auf ein Spiel gemeinsam (!) vorzubereiten, da man schon am Dienstag in der Champions League spielt und erst am Sonntag gegen den starken VfL aus Mönchengladbach. Abläufe, aber auch Standards sollten hier im Vordergrund stehen und die Mannschaft wieder ein paar weitere Schritte nach vorne bringen. Aber auch da gilt, dass das Spielergebnis nur kurzfristig wichtig ist, sondern viel mehr der Weg, wie man das Ergebnis selbst beeinflusst, dass man es sich nämlich verdient. Ein Glückssieg, der entsteht, ohne tatsächlich zu wissen, was man anders oder besser gemacht hat, kann schon beim nächsten Rückschlag mehr Zweifel erzeugen!

Spieler, wie Kirch, Kuba oder Sahin kommen zusätzlich hinzu, die sowohl Stabilität und Spielverständnis mitbringen, aber auch hier gilt, dass man Zeit benötigt, um die Qualität voll ausschöpfen zu können.

Es ist schade oder ärgerlich, dass man in eine solche (Tabellen-) Situation gekommen ist, aber der eingeschlagene Weg aus dieser Situation bietet die Chance, etwas aufzubauen, was langfristig stabil ist und nicht, wie bei anderen Vereinen, immer wieder neu zusammenbricht!

Donnerstag, 21. November 2013

Sp(r)itzenspiel

Auch wenn keine Injektionen unsere Abwehr für die anstehende Aufgabe gegen die Übermacht aus Bayern auf den Platz bringen wird, sehe ich dennoch Chancen, dass das Spiel für uns eine positive Wirkung haben kann, was kurzfristig (Neapel), aber auch langfristig wichtig wäre!

Die Stimmung kann definitiv eine Motivationsspritze gebrauchen, denn da hat sich nach den zwei Niederlagen gegen Arsenal und Wolfsburg schon Frust aufgebaut. Da kommt doch der Rekordmeister in richtigen Moment und wenn das Spiel lange genug offen gehalten werden kann, dann werden auch die Differenzen zwischen Ultras und normalen Fans keine Auswirkungen haben.

Das so tief sitzende Gefühl der Ungerechtigkeit, gerade jetzt, wo man gegen den Platzhirsch antreten muss, auch noch auf wichtige Stützen in der Defensive verzichten zu müssen, löst in vielen Fans eine Trotzreaktionen aus und wird diesen Willen, warum man Bayern schlagen will, nochmal vertiefen.

Es sind da nicht einmal die Niederlagen in den Pokalwettbewerben der letzten Saison, die einem die Aggressivität nur so durch die Adern schießen lässt, sondern viel mehr das Auftreten der Bayern in den letzten Monaten. Eine Zeit, wo sie trotz Megakader und -Trainer nicht wirklich groß auftrumpfen konnten, aber fast alles gewannen, auch weil sie fast jede strittige Entscheidung für sich verbuchen konnten. Eine Zeit, in der Moral, Anstand und am liebsten auch noch das Gesetz vom über allem trohnenden Präsidenten einfach mal dem großen FCB untergeordnet werden. Eine Zeit, in der wir gleichzeitig eben nicht auf Schiedsrichter hoffen durften, die das eine andere Foul als solches (an)erkennen und entsprechende Maßnahmen (gelbe, rote Karten, Elfmeter) ergreifen.

Fakt ist, wir werden am Samstag einen hochmotivierten BVB sehen, da bin ich mir sicher, weil ich unseren Trainer und Kader so einschätze, dass sie eben diese (subjektive) Ungerechtigkeit ebenso fühlen und (er)leben. Taktisch wird die Situation auch gar nicht mal so einfach für die Bayern, denn die werden die Schwachstellen des BVBs in der Innenverteidigung suchen. Ich denke mal, dass da tatsächlich Automatismen fehlen werden und z.B. Standards gefährlich sein werden, aber wir werden spielerisch und kämpferisch sehr stark auftreten, die Luft für viele Zweikämpfe haben und die moralische Unterstützung aller Nicht-Bayernfans im Herzen tragen. Wenn der Schiedsrichter dann kein Auswärtsschiri ist, werden wir das Spiel offen gestalten und mit weniger Pech als in den letzten Tagen und Wochen auch eine Chance haben, das Spiel positiv zu beenden.

Das Ergebnis spielt dabei keine Rolle, es reicht schon, moralischer Sieger zu werden, um den Verein, seine Fans und Mitglieder (dann am Tag nach dem Spiel) noch enger miteinander zu verbinden.

Was dann am Dienstag folgt, bleibt abzuwarten, aber auch da kann eine gesunde Jetzt-erst-recht-Stimmung helfen...

Donnerstag, 6. Juni 2013

Sommerpause

In diesem Jahr ist eigentlich Alles anders. Wenn ich normalerweise den Start der neuen Saison nicht erwarten konnte, so genieße ich die Zeit ohne diesen "Stress", um Endspiel-Karten oder über die Maßen talentierte Spieler aus der eigenen Jugend zu zittern. 

Vielmehr kann man sich jetzt einmal schütteln und auf das konzentrieren, worum es geht: meinen Verein! 

Ich gebe zu, dass auch ich mich auf den einen oder anderen Neuzugang freue, aber mit einer gewissen Erwartungshaltung, dass nämlich das Bekenntnis zum BVB bzw. zum Teamspirit größer sein sollte, als das Ziel, Titel zu gewinnen. Ich bin einfach überzeugt, dass das nämlich unser Weg ist, Erfolge zu erreichen und dann auch zu würdigen.

Und ich denke, dass das der Unterschied zum FCB ist, dem jedes Mittel recht ist, um die Weltherrschaft, Quatsch, Titel zu gewinnen. Wir wollen Spieler, die wissen, was sie an unserer Borussia haben und alles dafür geben. 

Denn das war nicht zuletzt in den letzten drei Jahren, aber auch schon zu früheren Zeitpunkten, unsere Stärke: Spieler, die sich auf ein Team einlassen und gemeinsam über sich hinauswachsen.

Sicherlich hat der BVB damit noch nicht dieses Renommee oder diesen Status erreicht, den Clubs wie Real, ManU oder Bayern inne haben, aber uns Fans hat das bisher nicht gestört. Im Gegenteil, können wir uns doch über eine Geschichte freuen, die uns von eben diesen Clubs, deren Hauptdefinition über Titel erfolgt, abhebt.

Spieler wie Götze oder Lewandowski wollen mehr und haben aufgrund ihrer Fähigkeiten die Möglichkeit, den Weg frei zu wählen. Sie wollen Weltstars werden und der einfachere Weg dorthin ist sicherlich, der über die Bayern. Allerdings sind sie dann auch nur ein paar Weltklassespieler von vielen und reihen sich lediglich in die Liste der großen Bayernstars ein, die immer noch große Schatten werfen und auch noch viel Einfluss u.a. auf die Karrieren der Spieler haben.

Mats Hummels hat sinngemäß gesagt, dass man als Alternative beim BVB die Chance hat, eine große Karriere zu haben, die wesentlich einzigartiger sein dürfte, als das, was man bei Bayern erreichen kann. Und so hoffe ich, dass es Klopp und Watzke schaffen, weiter mit geringeren finanziellen Aufwendungen sich gegen die natürliche Macht des FCB bzw. des großen Geldes zu behaupten.

Ich bin auch der Meinung, dass wir uns weder am Erfolg der letzten Jahre, noch am sogenannten Branchenführer orientieren müssen. Meinetwegen könnten wir mit jungen Talenten wie schon 2008 einen Neuanfang starten, was aber wohl nicht der Anspruch unseres Trainers und der anderen Verantwortlichen sein dürfte.