In diesem Jahr ist eigentlich Alles anders. Wenn ich normalerweise den Start der neuen Saison nicht erwarten konnte, so genieße ich die Zeit ohne diesen "Stress", um Endspiel-Karten oder über die Maßen talentierte Spieler aus der eigenen Jugend zu zittern.
Vielmehr kann man sich jetzt einmal schütteln und auf das konzentrieren, worum es geht: meinen Verein!
Ich gebe zu, dass auch ich mich auf den einen oder anderen Neuzugang freue, aber mit einer gewissen Erwartungshaltung, dass nämlich das Bekenntnis zum BVB bzw. zum Teamspirit größer sein sollte, als das Ziel, Titel zu gewinnen. Ich bin einfach überzeugt, dass das nämlich unser Weg ist, Erfolge zu erreichen und dann auch zu würdigen.
Und ich denke, dass das der Unterschied zum FCB ist, dem jedes Mittel recht ist, um die Weltherrschaft, Quatsch, Titel zu gewinnen. Wir wollen Spieler, die wissen, was sie an unserer Borussia haben und alles dafür geben.
Sicherlich hat der BVB damit noch nicht dieses Renommee oder diesen Status erreicht, den Clubs wie Real, ManU oder Bayern inne haben, aber uns Fans hat das bisher nicht gestört. Im Gegenteil, können wir uns doch über eine Geschichte freuen, die uns von eben diesen Clubs, deren Hauptdefinition über Titel erfolgt, abhebt.
Spieler wie Götze oder Lewandowski wollen mehr und haben aufgrund ihrer Fähigkeiten die Möglichkeit, den Weg frei zu wählen. Sie wollen Weltstars werden und der einfachere Weg dorthin ist sicherlich, der über die Bayern. Allerdings sind sie dann auch nur ein paar Weltklassespieler von vielen und reihen sich lediglich in die Liste der großen Bayernstars ein, die immer noch große Schatten werfen und auch noch viel Einfluss u.a. auf die Karrieren der Spieler haben.
Mats Hummels hat sinngemäß gesagt, dass man als Alternative beim BVB die Chance hat, eine große Karriere zu haben, die wesentlich einzigartiger sein dürfte, als das, was man bei Bayern erreichen kann. Und so hoffe ich, dass es Klopp und Watzke schaffen, weiter mit geringeren finanziellen Aufwendungen sich gegen die natürliche Macht des FCB bzw. des großen Geldes zu behaupten.
Ich bin auch der Meinung, dass wir uns weder am Erfolg der letzten Jahre, noch am sogenannten Branchenführer orientieren müssen. Meinetwegen könnten wir mit jungen Talenten wie schon 2008 einen Neuanfang starten, was aber wohl nicht der Anspruch unseres Trainers und der anderen Verantwortlichen sein dürfte.