Donnerstag, 20. März 2014

Ohne Euch kein Wir...

Nach dem erfolgreichen Einzug ins Viertelfinale der Champions League wackelt die Stimmung im Umfeld des BVB, was nun auch die Mannschaft erreicht hat.

Gerade hat Jürgen Klopp in seiner Pressekonferenz vor dem Hannover-Spiel seine Sicht und Einschätzung erklärt und ich denke, dass seine Art mit der Situation umzugehen auch den Spielern vermittelt werden kann.

Viele Fans, die nicht erst seit gestern ihren Unmut ob der relativ vielen Heimniederlagen geäußert haben, wird das egal sein, denn sie berufen sich auf ihr Recht als zahlende Kunden. Sie sind unzufrieden, weil die Leistung nicht (mehr) stimme oder der Wille fehle.

Mir stellt sich allerdings die Frage, was man meint, damit erreichen zu können?

Es gibt sicherlich viele Punkte, die man hätte anders angehen können. Ob man aber so weit in den Pokalwettbewerben gekommen wäre und gute Chancen auf den Wiedereinzug in die Champions League gehabt hätte, kann niemand sagen. Fakt ist, dass man es mit der Strategie, die Watzke, Zorc und Klopp gefahren sind, schaffen kann bzw. geschafft hat.

Eine Nichtunterstützung der Mannschaft kann diese Ziele allerdings gefährden und das gilt es zu verhindern.
Gerade jetzt, wo eben auf dem Platz nicht alles leicht von der Hand geht, bzw. vom Fuß, muss das "Wir" funktionieren, auch damit sich Spieler nachher nicht hinter der unruhigen Reaktion des Umfelds verstecken können.

Gegen Hannover,  aber erst recht im Derby und vor allem nach diesen Spielen,  müssen die Leute auf den Tribünen zeigen, dass sie wirklich immer fest und treu zusammen halten und echte Fans sind.

Sonntag, 16. März 2014

Schon wieder verloren!

Nach dem Arbeitssieg im Breisgau und einer spielfreien Traingswoche stand am Samstag die Herausforderung "Fohlenelf" im Tempel an. Den erneuten Ausfallmeldungen (Reus, Mkhitaryan) zum Trotz deutete Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz an, dass das äußerst unglücklich verlorene Hinspiel schon motivierende Wirkung haben sollte und somit ein Bestandteil der Ansprache zu Beginn der Woche war.

So begann der BVB dann auch das Spiel engagiert, wobei die Gladbacher früh aufzeigten, wie sie den Dortmundern entgegentreten wollten. Den mit einigen technischen Fehlern starteten Hofmann, der zunächst den Zehner gab, nahm man in der Mitte durch zwei eng gestaffelte Viererketten die Luft zum Atmen und hatte Glück, dass die Außenbahnen der Schwarzgelben einige Zeit brauchten, um sich einzuspielen. Dennoch wirkten die Angriffe durchaus gefährlich und genau zu dem Zeitpunkt, als das 1-0 in der Luft lag (u.a. nach einem Lattenknaller von Auba), stolperten die Gladbacher den Ball ins Tor vor der Südtribüne.

Die Dortmunder Angriffe wurden wieder unkoordinierter und wie schon gegen den HSV setzte es wieder einen zweiten Gegentreffer zum günstigen Zeitpunkt für den vorher lange sieglosen Gegner. Die gesamte Dortmunder Hintermannschaft sah mehr als überfordert aus, hatte danach allerdings keine großen Schwierigkeiten mehr und noch mehr als eine Halbzeit, um das Spiel zu drehen.

In der zweiten Halbzeit stellte der BVB taktisch und anschließend offenbar verletzungsbedingt (Piszczek) um. Die ansonsten schwachen Großkreutz und Hofmann durften sich, wenn auch auf anderen Positionen, weiter versuchen und der BVB versuchte ein Powerplay aufzuziehen. Hummels und Lewandowski waren hierbei die treibenden Kräfte und Jojic gelang ein Anschlusstreffer, der durch einen Handelfmeter hätte versilbert werden können, den der Schiedsrichter allerdings (fragwürdig) verwehrte.

Ein weiterer Treffer wurde aus verschiedenen Gründen zurecht nicht gegeben, weil Lewandowski zunächst im Abseits stand und dann gegen den starken ter Stegen Foul spielte.

Die Gladbacher verschleppten in der Endphase das Spiel glücklich und teilweise unsportlich (manche nennen es auch professionell) und sicherten sich die drei Punkte. Dass sie nach dem Spiel anführten, dass es aufgrund von vorher unglücklich verlorenen Spielen auch mal an der Zeit war, zeigt, dass der BVB auch mehr verdient gehabt hätte, allerdings schon wieder nicht genug in die Waagschale hat werfen können.

Es scheint so, dass der BVB Ausfälle von mehreren Stammkräften noch nicht verkraften kann, aber auch, dass man immer knapp dran ist und, wenn man von einer Übergangssaison ausgeht und die Erfahrungen richtig gedeutet werden, die weitere Entwicklung durchaus weiter positiv verlaufen sollte. Denn man sollte nicht übersehen, dass sowohl die Platzierung und der immer noch währende Tanz auf drei Hochzeiten ein großer Erfolg, erst recht angesichts der Umstände, ist.

Wenn die Verletzungssorgen weniger werden und sich das Umfeld in den nächsten zwei Wochen positiv verhält, wird der BVB eine starke Saisonendphase spielen. Wenn nicht, sollte trotzdem der vierte Platz haltbar sein.

Es bleibt spannend, allerdings halte ich die Stimmung und Ansprüche gegenüber der Mannschaft und den Verantwortlichen für sehr fragil, was ihnen weder gerecht wird, noch hilfreich ist.

Realistische bzw. finanzierbare Alternativen zum gegangen Weg sehe ich nicht.

Ist jemand anderer Meinung?