Donnerstag, 21. November 2013
Sp(r)itzenspiel
Die Stimmung kann definitiv eine Motivationsspritze gebrauchen, denn da hat sich nach den zwei Niederlagen gegen Arsenal und Wolfsburg schon Frust aufgebaut. Da kommt doch der Rekordmeister in richtigen Moment und wenn das Spiel lange genug offen gehalten werden kann, dann werden auch die Differenzen zwischen Ultras und normalen Fans keine Auswirkungen haben.
Das so tief sitzende Gefühl der Ungerechtigkeit, gerade jetzt, wo man gegen den Platzhirsch antreten muss, auch noch auf wichtige Stützen in der Defensive verzichten zu müssen, löst in vielen Fans eine Trotzreaktionen aus und wird diesen Willen, warum man Bayern schlagen will, nochmal vertiefen.
Es sind da nicht einmal die Niederlagen in den Pokalwettbewerben der letzten Saison, die einem die Aggressivität nur so durch die Adern schießen lässt, sondern viel mehr das Auftreten der Bayern in den letzten Monaten. Eine Zeit, wo sie trotz Megakader und -Trainer nicht wirklich groß auftrumpfen konnten, aber fast alles gewannen, auch weil sie fast jede strittige Entscheidung für sich verbuchen konnten. Eine Zeit, in der Moral, Anstand und am liebsten auch noch das Gesetz vom über allem trohnenden Präsidenten einfach mal dem großen FCB untergeordnet werden. Eine Zeit, in der wir gleichzeitig eben nicht auf Schiedsrichter hoffen durften, die das eine andere Foul als solches (an)erkennen und entsprechende Maßnahmen (gelbe, rote Karten, Elfmeter) ergreifen.
Fakt ist, wir werden am Samstag einen hochmotivierten BVB sehen, da bin ich mir sicher, weil ich unseren Trainer und Kader so einschätze, dass sie eben diese (subjektive) Ungerechtigkeit ebenso fühlen und (er)leben. Taktisch wird die Situation auch gar nicht mal so einfach für die Bayern, denn die werden die Schwachstellen des BVBs in der Innenverteidigung suchen. Ich denke mal, dass da tatsächlich Automatismen fehlen werden und z.B. Standards gefährlich sein werden, aber wir werden spielerisch und kämpferisch sehr stark auftreten, die Luft für viele Zweikämpfe haben und die moralische Unterstützung aller Nicht-Bayernfans im Herzen tragen. Wenn der Schiedsrichter dann kein Auswärtsschiri ist, werden wir das Spiel offen gestalten und mit weniger Pech als in den letzten Tagen und Wochen auch eine Chance haben, das Spiel positiv zu beenden.
Das Ergebnis spielt dabei keine Rolle, es reicht schon, moralischer Sieger zu werden, um den Verein, seine Fans und Mitglieder (dann am Tag nach dem Spiel) noch enger miteinander zu verbinden.
Was dann am Dienstag folgt, bleibt abzuwarten, aber auch da kann eine gesunde Jetzt-erst-recht-Stimmung helfen...
Montag, 11. November 2013
Die geilste Krise aller Zeiten
Wenn man so die Schlagzeilen, aber auch Inhalte, mancher Medien sieht, könnte man zu dem Schluss kommen, der BVB geht ganz schweren Zeiten entgegen.
Und das obwohl man vor 10 Tagen noch mit einem halben Dutzend an die Tabellenspitze der Liga schoss, wenn auch nur für eine Nacht!
Es folgten zwei Spiele, die man verlor. Nicht weil man schlechter als der jeweilige Gegner war, sondern weil diese einfach mehr Glück hatten. Tatsächlich haben wir schon besser gespielt und auch schon wesentlich lauter auf der Tribüne supportet. Dennoch mussten schon einige Dinge gegen uns laufen, damit man uns schlagen konnte.
Und was kommt jetzt?
Die Medien werden uns zwei Wochen vorhalten, dass wir ziemlich nah am "Scherbenhaufen" sind. Verluste von Götze, Kagawa und Sahin (;-) einfach nicht verkraftet und der große FC BAYERN das viel besser kann. Selbst Micky und Aubame sind praktisch eher Fehleinkäufe denn Verstärkungen. Frei nach dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
Tatsächlich haben wir ein Problem und das liegt nicht auf dem Platz. Die Stimmung oder noch mehr die Organisation des Supports werden die Herausforderungen der nächsten Zeit. Mal wieder. Nur dass diesmal der Verein eine gewisse Richtung eingeschlagen hat und sich nicht mehr hinter die Ultras stellt, sondern dazu beiträgt, dass viele Fans, denen die Ultras eher auf den Zeiger gingen, sich nun damit beschäftigen dürfen, wie man die Mannschaft in der schwersten Krise der letzten 9 Tage unterstützt.
Und dann kommt der FC Bayern. Mit stolz geschwollener Brust und perfektem Saisonverlauf. Für uns ist das eine Chance, denn selbst eine Niederlage würde uns gut tun, weil sie uns zusammenschweißen wird und wie Neven nach seinem Kreuzbandriss noch stärker werden lässt. Mindestens unsere Bindung zum Verein wird stärker.
So kommen wir eben wieder aus der Krise und die haben wir ja, oder?
Samstag, 14. September 2013
Apropos Panikmache
Lieber Hansi Küpper,
Vielen Dank für diesen Text... Lese ich sehr häufig in Fanforen und auf den Seiten der sozialen Medien, aber muss man dem Autor hierfür wirklich danken? Was möchte er mit dieser Aufzählung von Verfehlungen der Politik und Polizei erreichen?
Er spricht von Panikmache der Politik und davon, dass etwas in unserem Land nicht stimmt, übersieht dabei allerdings, dass er nichts anderes macht, als Panik zu schüren.
Ich gehe seit mehr als 25 Jahren ins Stadion und habe weder in den Zeiten der Hooligans, noch in den letzten Jahren, Probleme mit der Staatsgewalt gehabt und ebenso wenig Angst vor, während oder nach einem Spiel gehabt, was aber nicht an dem rücksichtsvollen Verhalten der Fans liegt, von denen durchaus einige auch nach außen zeigen, dass sie zu Gewalt neigen könnten, sondern daran, dass Polizisten ihren Job machen, obwohl sie kaum Respekt und Anerkennung für Ihre Arbeit erfahren, sondern nur noch, insbesondere von den Medien, auf die Mütze bekommen, wenn sie, was menschlich ist, Fehler machen.
Wenn man von den immer wieder geschilderten Situationen von Fehlern überhaupt sprechen kann, denn so wie wir Fans immer sagen können, dass es auf Volksfesten mehr Verletzte durch Schlägereien gibt als im Stadion, kann man sicherlich unterstreichen, dass immer nur ein geringer Teil in seiner "Freiheit" eingeschränkt wurde. Ein Teil der Fans, der es sich in meinen Augen zur Aufgabe gemacht hat, aufzuzeigen, wie leicht es ist, die Polizei aus der Reserve zu rufen und ihnen ihre Grenzen aufzuzeigen. Dazu werden Provokationen und Beleidigungen, sogar gesetzeswidrige Taten als Bagatellen hingestellt und von der Polizei verlangt, diese hinzunehmen und mehr Fingerspitzengefühl zu zeigen. Der Auftritt einer Hundertschaft in Kampfanzügen wiederum ist eine Angst schürende Provokation. Schlimm wie manche Leute Sachen so drehen, dass es in ihr Schema passt.
Mir wird in dieser Diskussion viel zu wenig davon gesprochen, dass auch die Fans und gerade die Ultras einen Einfluss und eine Verantwortung haben, wie sich der Fußball, sein Umfeld oder der Besuch in einem Stadion entwickelt. Das "mahnende Beispiel" England wird immer wieder angeführt, weil man dort per Gesetz, aber auch durch Preispolitik die Fans aus den Stadien verbannt hat, die Stimmung machen. Fakt ist aber auch, dass professioneller Fußball großen wirtschaftlichen Zwängen unterworfen ist und dieser Einfluss meiner Meinung nach mehr zu den höheren Preisen geführt hat als der Vorsatz, gewisse gesellschaftliche Schichten, denen man ja offensichtlich diese Gewaltbereitschaft und Gefährdung der anderen Zuschauer zuspricht, aus den Stadien zu bekommen.
Jetzt wäre es daher an der Zeit, wirklich aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden, als dem Gegenüber nur dessen Fehlverhalten aufzuzeigen. So lange das nicht passiert, werden die Medien ihren Spaß daran haben und solche Kommentare schreiben, ohne auch nur konstruktiv Lösungsvorschläge zu liefern.
Sorry, Hansi, aber Panikmache hast auch Du mit diesem Text betrieben. Warum nur?
Montag, 19. August 2013
Ultraschall
Am letzten Sonntag war es also soweit: die "Ultrabewegung" hat ihre Finger spielen lassen und kann sich auf die Schultern klopfen, denn sie haben es geschafft, einen Pfeiler des starken BVB Gebildes wanken zu lassen: die Stimmung auf der Süd.
Die Gründe sind inzwischen bekannt und auch schon diskutiert. Trotzdem sollte man einmal hervorheben, dass einige Merkmale dafür sprechen, dass die Stimmung besser gewesen wäre, wenn der Rest der immer noch vielen anfeuerungswilligen Fans nicht von Gerüchten beeinflusst gewesen wäre und weniger unvorbereitet dieser Situation gegenüber gestanden hätte.
Trotzdem sollten sich alle Nicht-Ultras fragen, ob sie sich nicht schon zu lange zurückgelehnt haben und verlernt haben, spontan Stimmung zu machen. Gerade in einem Spiel gegen einen Gegner, der nicht viel zu verlieren hat und dessen Fans euphorisch nach Dortmund kommen.
In unserer Südwest-Ecke war der Funke da, übergesprungen ist er aber nur zu selten und ich hoffe, dass das auch in den Köpfen eine Rolle spielt, die zurzeit ob des Verhalten der Ultras auch zurecht geschüttelt werden.
Am Freitag soll der "schwarze Block" (Ironie!) wieder dabei sein, wenn es um die Stimmung geht. Ich fürchte allerdings, dass ihr übersteigertes Selbstbewusstsein noch mehr gewachsen ist und sie sich Dank ihrer organisatorischen Möglichkeiten noch "breiter" machen werden.
Montag, 15. Juli 2013
Nächster Neuzugang...!!!
Ich habe es auch nicht glauben können, muss aber jetzt eingestehen, dass BLÖD, sorry BILD wohl Recht behält. Es gibt schon Bilder... z.B.:
Das ist wohl der legitime Nachfolger von:
Dienstag, 9. Juli 2013
Varianten
Mal ehrlich, wäre es wirklich unser BVB, wenn wir plötzlich Spieler wie Özil oder andere "Weltstars" geholt hätten? Ich finde, dass die Verpflichtungen der bisherigen Neuzugänge absolut in das Schema passen, etwas wachsen zu lassen.
Dass man dafür viel Geld in die Hand nehmen musste, ist leider so und entspricht dem "Markt". Ich glaube, dass auch andere Vereine diese Preise hätten zahlen müssen bzw. auch wohl tiefer in die Tasche gegriffen hätten. Aber die Jungs wollten zu uns.
Vielleicht auch, weil man uns immer noch für das perfekte Sprungbrett zu höher dekorierten Clubs sieht. Schaut man sich die Abnehmer für Nuri, Shinji und Mario an, liegt der Verdacht nahe.
Aber es kann ja auch sein, dass der eine oder andere neue Hummels dabei ist, der sich mit dem BVB auf dem Weg zu etwas ganz Großem sieht. Da täten Titel sicherlich richtig gut, wobei das tatsächlich neu in unserer Geschichte wäre.
Mal sehen, was langfristig passiert. Kurzfristig bin ich auf die Ideen gespannt, die sich unsere Trainer ausgedacht haben. Wo die neuen Spieler ihren Platz finden und ob man es schafft, durch mehr Rotation mehr Kraft und Konzentration zu halten.
Variationen sind viele möglich und das sollte der nächste Schritt sein, auch wenn das neu für uns ist, denn zumindest ich habe Probleme, meine Wunsch-Elf zu nennen. Dazu sind es einfach zu viele geniale Kicker.
Donnerstag, 13. Juni 2013
Stimmung...
Nun ist es mit dem von den relativ vielen, auf jeden Fall aber "lauten", Ungeduldigen lang erwarteten Neuzugang (vielleicht sind es sogar zwei) vollbracht und es werden schon wieder Erbsen gezählt.
Es geht um die Vergabe der Rückennummer und die 17, die Dede jahrelang trug, denn die 7 ging an Jonas Hofmann. Schlimm, ne? Wirklich? NEIN!
Ich mochte Dede, kann auch nachvollziehen, dass er in Erinnerung bleiben soll, aber das über die Vergabe bzw. Nichtvergabe der Nummer zu tun, wird z.B. anderen BVB Spielern, denen diese "Ehre" nicht entgegengebracht wird, nicht gerecht.
Praktisch aber für die Medien, die nur auf negative Schlagzeilen aus sind.
Es gibt viele "Fallen", in die der BVB tappen kann. Lewandowski, die Integration der neuen Spieler, aber auch das viele Geld, welches offenbar nicht komplett in Spielertransfers geht.
So werden Spieler beim ersten Interview für ihren neuen Verein gefragt, warum sie nicht zum BVB gewechselt sind... Was sollen sie da auch sagen? "Ich habe mir nicht so viele Chancen ausgerechnet, wenn ein Bittencourt schon verkauft wird"?
Ich denke, dass der BVB wieder eine richtig tolle Truppe hat und eine besondere Saison spielen wird, wenn alle wieder zusammenstehen, denen etwas am BVB und seinem Motto stehen. Nein, nicht echte Liebe, sondern wir halten fest und treu zusammen!
Viel Spaß heute Abend beim Kick gegen Pocher und Konsorten.