Samstag, 14. September 2013
Apropos Panikmache
Lieber Hansi Küpper,
Vielen Dank für diesen Text... Lese ich sehr häufig in Fanforen und auf den Seiten der sozialen Medien, aber muss man dem Autor hierfür wirklich danken? Was möchte er mit dieser Aufzählung von Verfehlungen der Politik und Polizei erreichen?
Er spricht von Panikmache der Politik und davon, dass etwas in unserem Land nicht stimmt, übersieht dabei allerdings, dass er nichts anderes macht, als Panik zu schüren.
Ich gehe seit mehr als 25 Jahren ins Stadion und habe weder in den Zeiten der Hooligans, noch in den letzten Jahren, Probleme mit der Staatsgewalt gehabt und ebenso wenig Angst vor, während oder nach einem Spiel gehabt, was aber nicht an dem rücksichtsvollen Verhalten der Fans liegt, von denen durchaus einige auch nach außen zeigen, dass sie zu Gewalt neigen könnten, sondern daran, dass Polizisten ihren Job machen, obwohl sie kaum Respekt und Anerkennung für Ihre Arbeit erfahren, sondern nur noch, insbesondere von den Medien, auf die Mütze bekommen, wenn sie, was menschlich ist, Fehler machen.
Wenn man von den immer wieder geschilderten Situationen von Fehlern überhaupt sprechen kann, denn so wie wir Fans immer sagen können, dass es auf Volksfesten mehr Verletzte durch Schlägereien gibt als im Stadion, kann man sicherlich unterstreichen, dass immer nur ein geringer Teil in seiner "Freiheit" eingeschränkt wurde. Ein Teil der Fans, der es sich in meinen Augen zur Aufgabe gemacht hat, aufzuzeigen, wie leicht es ist, die Polizei aus der Reserve zu rufen und ihnen ihre Grenzen aufzuzeigen. Dazu werden Provokationen und Beleidigungen, sogar gesetzeswidrige Taten als Bagatellen hingestellt und von der Polizei verlangt, diese hinzunehmen und mehr Fingerspitzengefühl zu zeigen. Der Auftritt einer Hundertschaft in Kampfanzügen wiederum ist eine Angst schürende Provokation. Schlimm wie manche Leute Sachen so drehen, dass es in ihr Schema passt.
Mir wird in dieser Diskussion viel zu wenig davon gesprochen, dass auch die Fans und gerade die Ultras einen Einfluss und eine Verantwortung haben, wie sich der Fußball, sein Umfeld oder der Besuch in einem Stadion entwickelt. Das "mahnende Beispiel" England wird immer wieder angeführt, weil man dort per Gesetz, aber auch durch Preispolitik die Fans aus den Stadien verbannt hat, die Stimmung machen. Fakt ist aber auch, dass professioneller Fußball großen wirtschaftlichen Zwängen unterworfen ist und dieser Einfluss meiner Meinung nach mehr zu den höheren Preisen geführt hat als der Vorsatz, gewisse gesellschaftliche Schichten, denen man ja offensichtlich diese Gewaltbereitschaft und Gefährdung der anderen Zuschauer zuspricht, aus den Stadien zu bekommen.
Jetzt wäre es daher an der Zeit, wirklich aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden, als dem Gegenüber nur dessen Fehlverhalten aufzuzeigen. So lange das nicht passiert, werden die Medien ihren Spaß daran haben und solche Kommentare schreiben, ohne auch nur konstruktiv Lösungsvorschläge zu liefern.
Sorry, Hansi, aber Panikmache hast auch Du mit diesem Text betrieben. Warum nur?
Montag, 19. August 2013
Ultraschall
Am letzten Sonntag war es also soweit: die "Ultrabewegung" hat ihre Finger spielen lassen und kann sich auf die Schultern klopfen, denn sie haben es geschafft, einen Pfeiler des starken BVB Gebildes wanken zu lassen: die Stimmung auf der Süd.
Die Gründe sind inzwischen bekannt und auch schon diskutiert. Trotzdem sollte man einmal hervorheben, dass einige Merkmale dafür sprechen, dass die Stimmung besser gewesen wäre, wenn der Rest der immer noch vielen anfeuerungswilligen Fans nicht von Gerüchten beeinflusst gewesen wäre und weniger unvorbereitet dieser Situation gegenüber gestanden hätte.
Trotzdem sollten sich alle Nicht-Ultras fragen, ob sie sich nicht schon zu lange zurückgelehnt haben und verlernt haben, spontan Stimmung zu machen. Gerade in einem Spiel gegen einen Gegner, der nicht viel zu verlieren hat und dessen Fans euphorisch nach Dortmund kommen.
In unserer Südwest-Ecke war der Funke da, übergesprungen ist er aber nur zu selten und ich hoffe, dass das auch in den Köpfen eine Rolle spielt, die zurzeit ob des Verhalten der Ultras auch zurecht geschüttelt werden.
Am Freitag soll der "schwarze Block" (Ironie!) wieder dabei sein, wenn es um die Stimmung geht. Ich fürchte allerdings, dass ihr übersteigertes Selbstbewusstsein noch mehr gewachsen ist und sie sich Dank ihrer organisatorischen Möglichkeiten noch "breiter" machen werden.
Montag, 15. Juli 2013
Nächster Neuzugang...!!!
Ich habe es auch nicht glauben können, muss aber jetzt eingestehen, dass BLÖD, sorry BILD wohl Recht behält. Es gibt schon Bilder... z.B.:
Das ist wohl der legitime Nachfolger von:
Dienstag, 9. Juli 2013
Varianten
Mal ehrlich, wäre es wirklich unser BVB, wenn wir plötzlich Spieler wie Özil oder andere "Weltstars" geholt hätten? Ich finde, dass die Verpflichtungen der bisherigen Neuzugänge absolut in das Schema passen, etwas wachsen zu lassen.
Dass man dafür viel Geld in die Hand nehmen musste, ist leider so und entspricht dem "Markt". Ich glaube, dass auch andere Vereine diese Preise hätten zahlen müssen bzw. auch wohl tiefer in die Tasche gegriffen hätten. Aber die Jungs wollten zu uns.
Vielleicht auch, weil man uns immer noch für das perfekte Sprungbrett zu höher dekorierten Clubs sieht. Schaut man sich die Abnehmer für Nuri, Shinji und Mario an, liegt der Verdacht nahe.
Aber es kann ja auch sein, dass der eine oder andere neue Hummels dabei ist, der sich mit dem BVB auf dem Weg zu etwas ganz Großem sieht. Da täten Titel sicherlich richtig gut, wobei das tatsächlich neu in unserer Geschichte wäre.
Mal sehen, was langfristig passiert. Kurzfristig bin ich auf die Ideen gespannt, die sich unsere Trainer ausgedacht haben. Wo die neuen Spieler ihren Platz finden und ob man es schafft, durch mehr Rotation mehr Kraft und Konzentration zu halten.
Variationen sind viele möglich und das sollte der nächste Schritt sein, auch wenn das neu für uns ist, denn zumindest ich habe Probleme, meine Wunsch-Elf zu nennen. Dazu sind es einfach zu viele geniale Kicker.
Donnerstag, 13. Juni 2013
Stimmung...
Nun ist es mit dem von den relativ vielen, auf jeden Fall aber "lauten", Ungeduldigen lang erwarteten Neuzugang (vielleicht sind es sogar zwei) vollbracht und es werden schon wieder Erbsen gezählt.
Es geht um die Vergabe der Rückennummer und die 17, die Dede jahrelang trug, denn die 7 ging an Jonas Hofmann. Schlimm, ne? Wirklich? NEIN!
Ich mochte Dede, kann auch nachvollziehen, dass er in Erinnerung bleiben soll, aber das über die Vergabe bzw. Nichtvergabe der Nummer zu tun, wird z.B. anderen BVB Spielern, denen diese "Ehre" nicht entgegengebracht wird, nicht gerecht.
Praktisch aber für die Medien, die nur auf negative Schlagzeilen aus sind.
Es gibt viele "Fallen", in die der BVB tappen kann. Lewandowski, die Integration der neuen Spieler, aber auch das viele Geld, welches offenbar nicht komplett in Spielertransfers geht.
So werden Spieler beim ersten Interview für ihren neuen Verein gefragt, warum sie nicht zum BVB gewechselt sind... Was sollen sie da auch sagen? "Ich habe mir nicht so viele Chancen ausgerechnet, wenn ein Bittencourt schon verkauft wird"?
Ich denke, dass der BVB wieder eine richtig tolle Truppe hat und eine besondere Saison spielen wird, wenn alle wieder zusammenstehen, denen etwas am BVB und seinem Motto stehen. Nein, nicht echte Liebe, sondern wir halten fest und treu zusammen!
Viel Spaß heute Abend beim Kick gegen Pocher und Konsorten.
Donnerstag, 6. Juni 2013
Sommerpause
Sicherlich hat der BVB damit noch nicht dieses Renommee oder diesen Status erreicht, den Clubs wie Real, ManU oder Bayern inne haben, aber uns Fans hat das bisher nicht gestört. Im Gegenteil, können wir uns doch über eine Geschichte freuen, die uns von eben diesen Clubs, deren Hauptdefinition über Titel erfolgt, abhebt.
Spieler wie Götze oder Lewandowski wollen mehr und haben aufgrund ihrer Fähigkeiten die Möglichkeit, den Weg frei zu wählen. Sie wollen Weltstars werden und der einfachere Weg dorthin ist sicherlich, der über die Bayern. Allerdings sind sie dann auch nur ein paar Weltklassespieler von vielen und reihen sich lediglich in die Liste der großen Bayernstars ein, die immer noch große Schatten werfen und auch noch viel Einfluss u.a. auf die Karrieren der Spieler haben.
Mats Hummels hat sinngemäß gesagt, dass man als Alternative beim BVB die Chance hat, eine große Karriere zu haben, die wesentlich einzigartiger sein dürfte, als das, was man bei Bayern erreichen kann. Und so hoffe ich, dass es Klopp und Watzke schaffen, weiter mit geringeren finanziellen Aufwendungen sich gegen die natürliche Macht des FCB bzw. des großen Geldes zu behaupten.
Ich bin auch der Meinung, dass wir uns weder am Erfolg der letzten Jahre, noch am sogenannten Branchenführer orientieren müssen. Meinetwegen könnten wir mit jungen Talenten wie schon 2008 einen Neuanfang starten, was aber wohl nicht der Anspruch unseres Trainers und der anderen Verantwortlichen sein dürfte.