Sonntag, 16. März 2014

Schon wieder verloren!

Nach dem Arbeitssieg im Breisgau und einer spielfreien Traingswoche stand am Samstag die Herausforderung "Fohlenelf" im Tempel an. Den erneuten Ausfallmeldungen (Reus, Mkhitaryan) zum Trotz deutete Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz an, dass das äußerst unglücklich verlorene Hinspiel schon motivierende Wirkung haben sollte und somit ein Bestandteil der Ansprache zu Beginn der Woche war.

So begann der BVB dann auch das Spiel engagiert, wobei die Gladbacher früh aufzeigten, wie sie den Dortmundern entgegentreten wollten. Den mit einigen technischen Fehlern starteten Hofmann, der zunächst den Zehner gab, nahm man in der Mitte durch zwei eng gestaffelte Viererketten die Luft zum Atmen und hatte Glück, dass die Außenbahnen der Schwarzgelben einige Zeit brauchten, um sich einzuspielen. Dennoch wirkten die Angriffe durchaus gefährlich und genau zu dem Zeitpunkt, als das 1-0 in der Luft lag (u.a. nach einem Lattenknaller von Auba), stolperten die Gladbacher den Ball ins Tor vor der Südtribüne.

Die Dortmunder Angriffe wurden wieder unkoordinierter und wie schon gegen den HSV setzte es wieder einen zweiten Gegentreffer zum günstigen Zeitpunkt für den vorher lange sieglosen Gegner. Die gesamte Dortmunder Hintermannschaft sah mehr als überfordert aus, hatte danach allerdings keine großen Schwierigkeiten mehr und noch mehr als eine Halbzeit, um das Spiel zu drehen.

In der zweiten Halbzeit stellte der BVB taktisch und anschließend offenbar verletzungsbedingt (Piszczek) um. Die ansonsten schwachen Großkreutz und Hofmann durften sich, wenn auch auf anderen Positionen, weiter versuchen und der BVB versuchte ein Powerplay aufzuziehen. Hummels und Lewandowski waren hierbei die treibenden Kräfte und Jojic gelang ein Anschlusstreffer, der durch einen Handelfmeter hätte versilbert werden können, den der Schiedsrichter allerdings (fragwürdig) verwehrte.

Ein weiterer Treffer wurde aus verschiedenen Gründen zurecht nicht gegeben, weil Lewandowski zunächst im Abseits stand und dann gegen den starken ter Stegen Foul spielte.

Die Gladbacher verschleppten in der Endphase das Spiel glücklich und teilweise unsportlich (manche nennen es auch professionell) und sicherten sich die drei Punkte. Dass sie nach dem Spiel anführten, dass es aufgrund von vorher unglücklich verlorenen Spielen auch mal an der Zeit war, zeigt, dass der BVB auch mehr verdient gehabt hätte, allerdings schon wieder nicht genug in die Waagschale hat werfen können.

Es scheint so, dass der BVB Ausfälle von mehreren Stammkräften noch nicht verkraften kann, aber auch, dass man immer knapp dran ist und, wenn man von einer Übergangssaison ausgeht und die Erfahrungen richtig gedeutet werden, die weitere Entwicklung durchaus weiter positiv verlaufen sollte. Denn man sollte nicht übersehen, dass sowohl die Platzierung und der immer noch währende Tanz auf drei Hochzeiten ein großer Erfolg, erst recht angesichts der Umstände, ist.

Wenn die Verletzungssorgen weniger werden und sich das Umfeld in den nächsten zwei Wochen positiv verhält, wird der BVB eine starke Saisonendphase spielen. Wenn nicht, sollte trotzdem der vierte Platz haltbar sein.

Es bleibt spannend, allerdings halte ich die Stimmung und Ansprüche gegenüber der Mannschaft und den Verantwortlichen für sehr fragil, was ihnen weder gerecht wird, noch hilfreich ist.

Realistische bzw. finanzierbare Alternativen zum gegangen Weg sehe ich nicht.

Ist jemand anderer Meinung?

Samstag, 1. Februar 2014

Sieg!

2:1 gegen den Tabellenletzten... aufgrund des Innenpfostentreffers der Eintracht am Ende vielleicht sogar glücklich, wobei ein Tor in der Szene der, ich nenne es mal, Bestrafungen durch den Fußballgott angesichts der bisherigen Pechsträhne die Krone aufgesetzt hätte.

Aber der BVB hatte diesmal kein Pech und wurde für die ungenutzten Chancen nicht bestraft, sondern für sein Hineinkämpfen in die schwierige Partie belohnt.

Dennoch gibt es viel Kritik für Micky und ansatzweise für den Doppektorschützen Aubame, was immer noch am Anspruchsdenken liegt und der Forderung, doch mehr gegen die Bayern-Übermacht zu tun.

Fakt ist: Mats ist für den BVB ein Riesenpfeiler, dessen Anwesenheit nicht nur Stabilität bringt, sondern auch den Glauben an eine nicht enden wollende Pechsträhne vertreiben kann.

Das sollte im nächsten Schritt dazu führen, das Micky und Marco wieder die Chancen nutzen und vor allem von der Körpersprache hoffnungsvoller erscheinen sollten als zuletzt.

Jetzt kann das Bundesligawochenende kommen und alle Konkurrenten müssen zeigen, dass sie mehr Lust an der Liga haben, als es Armin Veh am Spiel gegen München zu haben scheint. Das zeigt, dass die Bayern es geschafft haben, aus dem Spiel des Jahres, und das war es früher für jeden Verein, ist eine lästige Pflichtveranstaltung geworden. So können sie sich viel mehr schonen bzw. Spieler und Systeme testen, um dann auch die Champions League wieder zu gewinnen und alles, was es sonst noch gibt... langweilig!

Ok, ich gebe zu, dass das auch mal schief gehen kann, aber genau wie der BVB erst einmal über die Ungerechtigkeit des Fußballgotts hinwegkommen muss, müssen die Bayern, aber vor allem deren Gegner erkennen, dass sie in 90 Minuten schlagbar sind.

Ob das so lange dauert, bis das laufende Fernsehprogramm mit Sondersendungen unterbrochen wird, weiß ich nicht, denke aber, dass es nicht mehr so lange dauert, bis die Einschaltquoten bei Bayern-Spielen in den Keller purzeln. Denn irgendwann schaut man nicht einmal mehr, weil man hofft, dass die Bayern verlieren und Bayernfans können sich wichtigeren Dingen widmen, als Sieg Nummer Weissnichmehr anzuschauen.

Montag, 27. Januar 2014

Wie geht es weiter mit der Liga?

So ist es also. Die Rückrunde läuft und es kommt mir der Gedanke, dass das Szenario, welches sich bereits vor einem halben Jahr andeutete, gar nicht mehr so weit entfernt ist: Die Bundesliga verliert an Spannung, die Meisterschaft an Bedeutung und es vergeht so machem der Spaß an der angeblich besten Liga der Welt?!

Den Bayern (allein) die Schuld zuzuweisen, weil sie sich die Dienste der besten Spielern der direkten (? oder besser ehemaligen) Konkurrenz sichern, traut sich dabei so recht keiner. Das kann man leicht begründen, wenn die Spieler der jeweils unterlegenen Mannschaft andeuten, dass es wichtigere Spiele als die gegen Bayern gäbe.

Gleichzeitig entdeckt man, dass der BVB (z.B.) es versäumt hat, sich eine ebenso starke Bank zuzulegen, wie es die Bayern getan hätten, weil man dann auch locker die Verletzungen und Überbelastungen der Spieler vertragen hätte.


In meinen Augen liegt das Versäumnis des BVB nicht in einer falschen Kaderplanung, weil es finanziell einfach korrekt ist, so zu verfahren, aber in der Tatsache, dass sie sich vor den Spielen immer wieder als normale und schlagbare Mannschaft hinstellen und dem kommenden Gegnern regelmäßig Mut machen, dass gegen den BVB auch etwas zu holen ist.

Die Bayern hingegen treten in den Medien schon vor dem Spiel aufs Gaspedal und entsprechend in den ersten Minuten auf dem Platz so auf, dass der Gegner merkt, gegen DIE ist eben nichts zu holen.

Entsprechend die Kommentare von Ter Stegen, dass man sich mit Bayern nicht messen braucht, während der Augsburger Trainer Weinzierl bekennt, seiner Mannschaft immer vermitteln zu können, dass gegen den BVB was geht!

Jürgen Klopp sagte, dass er es am wenigsten mag, ein guter Verlierer zu sein, macht aber genau wie seine Spieler schon vor dem Spiel jeden Gegner stark, was sicherlich aus Demut vor der eigenen Vergangenheit und dem Sportsgeist passiert. Am Ende muss er dann selbst nach einem Unentschieden eben jenen guten Verlierer geben und hat auch ein wenig Anteil daran!

Ich finde es nicht schlimm, weil mir Sportsgeist und Respekt vor dem Gegner ebenso wichtig ist, wie es mir mehr Spaß macht, Spiele zu sehen, die eng sind und wo auch Überraschungen drin sind.

Überraschungen oder Spannung wird es in Bezug auf die Meisterschaft wohl erstmal nicht mehr geben, aber vielleicht verlieren die Spieler von Bayern ja irgendwann auch einmal die Lust an der Langeweile oder sehen gar ihr Leistungspotential schwinden, wenn sie nicht mehr von den Gegnern gefordert werden...

Egal, am Freitag wird es in Braunschweig wieder ein heißes Spielchen geben, mit Atmosphäre und Wettbewerb und genau das ist es, was ich mag.  Gerne mit dem BVB als verdientem Sieger!

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Oberflächlich

In der Süddeutschen Zeitung, dem Kicker und den Ruhrnachrichten stellen die Fachleute fest, an was es dem BVB alles fehlt und offenbaren jedem Fan, was für Fehler doch in den letzten Monaten gemacht wurden.

Im Forum von Schwatzgelb.de haben einige Fans schon entdeckt, dass die drittbeste Hinserie unter Jürgen Klopp ja nur aufgrund des günstigen Spielplans zustande gekommen sei.

Nicht nur aufgrund der durchaus fehlenden Durchschlagskraft gegen Hertha, sondern auch am Jubel von Marco Reus nach dessen Tor macht man fest, dass es dem BVB sogar an Gier mangelt.

Und wenn man dann bei Fußballintellektuellen wie Freddie Röckenhaus lesen muss, dass der Hauptverantwortliche sich darüber gar keine Gedanken machen soll, muss man zu dem Schluss kommen, dass wir vor schweren Zeiten stehen.

Wie einfach und oberflächlich diese Analysen tatsächlich sind und wie komplex die eigentliche Situation ist, wird völlig außer Acht gelassen, von Lösungsansätzen ganz zu schweigen!

Nehmen wir uns die Hauptaussagen nun einmal vor:

1, Dem BVB fällt gegen tief stehende Gegner, die dann sogar noch weniger individuelle Klasse haben, wenig ein, obwohl man in der Offensive gar keine Verletzungssorgen hat.

Stimmt, wenn man davon ausgeht, dass heutzutage Verteidiger nur für die Defensive, ein Zehner für
die Kreativität und Stürmer für die Tore zuständig sind. Wenn man aber weiß, dass der BVB noch 
vor gar nicht allzu langer Zeit als so modern wie kaum eine andere Mannschaft gesehen wurde und
sogar Vereine, wie Liverpool, aktueller Tabellenführer der Premier League, sich das Spiel zum Vorbild genommen haben, kann das ja nicht so einfach sein!

Fakt ist, der BVB hat nach dem verlorenen Champions League Finale die Mannschaft in den wichtigsten Mannschaftsteilen so oft umstellen müssen, dass es für mehrere Spielzeiten gereicht hätte. Trotzdem hat man gerade zu Anfang gut bewältigt, dass die rechte Außenbahn ohne den etatmäßigen Defensivspieler auskommen musste, dass die andere Außenverteidigerposition regelmäßig mit einem ehemaligen U23-Stürmer besetzt wurde und dass mit Gündogan einer der Kandidaten für Europas Topelf des letzten Jahres komplett ausfiel.

2. Auf den Weggang von Götze wurde nicht adäquat reagiert.

Neue Spieler, die dann auch noch aus anderen Ligen kommen, zu integrieren, dauert seine Zeit. Auch wenn man 27 Mio. Euro für einen Spieler in die Hand nimmt, benötigt dieser dennoch Monate, um sich wirklich in das neue Spielsystem einzufügen. Wenn man immer mit den gleichen Mitspielern aufläuft, geht das vielleicht sogar schneller, aber das war gerade mit Blick auf die Sechser- und Achterposition nun wirklich nicht der Fall. Zumal es den typischen Zehner gar nicht mehr gibt!

3. Nur wegen des günstigen Spielplans hat der BVB noch relativ viele Punkte geholt, gegen die Topteams allerdings nur verloren.

Zunächst einmal ist das eine Aussage, die man nicht wirklich widerlegen kann. Allerdings kann man sich die Spiele anschauen und vergleichen, z.B. in welchen Situationen, man gegen wen gespielt hat. Außerdem haben die anderen Topteams (außer der Weltmeister) ja auch nicht viel mehr Punkte geholt, was wiederum dafür spricht, dass der BVB gegen Teams, die in der Tabelle weiter unten stehen (also auch defensiv tiefer stehen), sehr wohl punkten kann und auch noch recht viele Tore erzielt hat.

Andersherum muss man einmal sehen, dass der BVB in keinem Topspiel seine Topelf aufbieten konnte und trotzdem einige Chancen hatte, um die Spiele gegen M'gladbach, Wolfsburg oder Leverkusen zu gewinnen. Dass man diese Mannschaften nicht überrannt hat, ist kein Wunder, aber das hat selbst der Branchenprimus nicht!

4. Friedrich zu verpflichten, war ein Fehler.

Sicherlich hat man gegen Marseille und Hoffenheim sehen können, was für ein Potential in Marian Sarr steckt. Ist es aber sinnvoll, ihn sofort gegen Bayern aufzustellen? Was, wenn das schief gelaufen wäre, zumal auch er gerade eine Verletzungspause hinter sich gebracht hatte und in der zweiten Mannschaft nicht sehr stabil wirkte. So konnte man ihm Zeit geben und erreichte auch Dank seines tollen Passspiels und ohne vorbelastet zu sein, das CL-Achtelfinale.

Was haben und wecken die Journalisten für Erwartungen?

Man spricht dem BVB auf einmal jegliche Weiterentwicklung im taktischen Bereich ab und wirft Klopp vor, ausschließlich auf kräftezehrendes Laufspiel zu setzen.
Tatsächlich verlangt man neue Spieler und eine Umstellung auf Ergebnisfußball, der zwar so heißt aber auch nicht mehr Punkte garantiert!

In meinen Augen konnte man in vielen Fällen sehr wohl erkennen, dass der BVB auch gegen defensivstarke Gegner Chancen herausspielen konnte, sogar noch in den Spielen gegen Hoffenheim und gegen Marseille, gar keine 7 bzw. 10 Tage vor dem Hertha-Spiel.

Das Spiel gegen den motivierten Hauptstadt-Club war sicherlich schlecht, aber sicherlich auch ein günstiger Zeitpunkt für Worst Case Kampagnen, die man inzwischen über Tage immer wieder bringen konnte.

Ich hoffe, dass das Umfeld erkennt,  wie inhaltlos die Berichte größtenteils sind und sich stattdessen mehr hinter die Mannschaft stellt, als es die anwesenden Fans im letzten Heimspiel des Jahres getan haben.

Auf ein Neues im Jahr 2014.

Donnerstag, 21. November 2013

Sp(r)itzenspiel

Auch wenn keine Injektionen unsere Abwehr für die anstehende Aufgabe gegen die Übermacht aus Bayern auf den Platz bringen wird, sehe ich dennoch Chancen, dass das Spiel für uns eine positive Wirkung haben kann, was kurzfristig (Neapel), aber auch langfristig wichtig wäre!

Die Stimmung kann definitiv eine Motivationsspritze gebrauchen, denn da hat sich nach den zwei Niederlagen gegen Arsenal und Wolfsburg schon Frust aufgebaut. Da kommt doch der Rekordmeister in richtigen Moment und wenn das Spiel lange genug offen gehalten werden kann, dann werden auch die Differenzen zwischen Ultras und normalen Fans keine Auswirkungen haben.

Das so tief sitzende Gefühl der Ungerechtigkeit, gerade jetzt, wo man gegen den Platzhirsch antreten muss, auch noch auf wichtige Stützen in der Defensive verzichten zu müssen, löst in vielen Fans eine Trotzreaktionen aus und wird diesen Willen, warum man Bayern schlagen will, nochmal vertiefen.

Es sind da nicht einmal die Niederlagen in den Pokalwettbewerben der letzten Saison, die einem die Aggressivität nur so durch die Adern schießen lässt, sondern viel mehr das Auftreten der Bayern in den letzten Monaten. Eine Zeit, wo sie trotz Megakader und -Trainer nicht wirklich groß auftrumpfen konnten, aber fast alles gewannen, auch weil sie fast jede strittige Entscheidung für sich verbuchen konnten. Eine Zeit, in der Moral, Anstand und am liebsten auch noch das Gesetz vom über allem trohnenden Präsidenten einfach mal dem großen FCB untergeordnet werden. Eine Zeit, in der wir gleichzeitig eben nicht auf Schiedsrichter hoffen durften, die das eine andere Foul als solches (an)erkennen und entsprechende Maßnahmen (gelbe, rote Karten, Elfmeter) ergreifen.

Fakt ist, wir werden am Samstag einen hochmotivierten BVB sehen, da bin ich mir sicher, weil ich unseren Trainer und Kader so einschätze, dass sie eben diese (subjektive) Ungerechtigkeit ebenso fühlen und (er)leben. Taktisch wird die Situation auch gar nicht mal so einfach für die Bayern, denn die werden die Schwachstellen des BVBs in der Innenverteidigung suchen. Ich denke mal, dass da tatsächlich Automatismen fehlen werden und z.B. Standards gefährlich sein werden, aber wir werden spielerisch und kämpferisch sehr stark auftreten, die Luft für viele Zweikämpfe haben und die moralische Unterstützung aller Nicht-Bayernfans im Herzen tragen. Wenn der Schiedsrichter dann kein Auswärtsschiri ist, werden wir das Spiel offen gestalten und mit weniger Pech als in den letzten Tagen und Wochen auch eine Chance haben, das Spiel positiv zu beenden.

Das Ergebnis spielt dabei keine Rolle, es reicht schon, moralischer Sieger zu werden, um den Verein, seine Fans und Mitglieder (dann am Tag nach dem Spiel) noch enger miteinander zu verbinden.

Was dann am Dienstag folgt, bleibt abzuwarten, aber auch da kann eine gesunde Jetzt-erst-recht-Stimmung helfen...

Montag, 11. November 2013

Die geilste Krise aller Zeiten

Wenn man so die Schlagzeilen, aber auch Inhalte, mancher Medien sieht, könnte man zu dem Schluss kommen, der BVB geht ganz schweren Zeiten entgegen.

Und das obwohl man vor 10 Tagen noch mit einem halben Dutzend an die Tabellenspitze der Liga schoss, wenn auch nur für eine Nacht!

Es folgten zwei Spiele, die man verlor. Nicht weil man schlechter als der jeweilige Gegner war, sondern weil diese einfach mehr Glück hatten. Tatsächlich haben wir schon besser gespielt und auch schon wesentlich lauter auf der Tribüne supportet. Dennoch mussten schon einige Dinge gegen uns laufen, damit man uns schlagen konnte.

Und was kommt jetzt?

Die Medien werden uns zwei Wochen vorhalten, dass wir ziemlich nah am "Scherbenhaufen" sind. Verluste von Götze,  Kagawa und Sahin (;-) einfach nicht verkraftet und der große FC BAYERN das viel besser kann. Selbst Micky und Aubame sind praktisch eher Fehleinkäufe denn Verstärkungen. Frei nach dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Tatsächlich haben wir ein Problem und das liegt nicht auf dem Platz. Die Stimmung oder noch mehr die Organisation des Supports werden die Herausforderungen der nächsten Zeit. Mal wieder. Nur dass diesmal der Verein eine gewisse Richtung eingeschlagen hat und sich nicht mehr hinter die Ultras stellt, sondern dazu beiträgt, dass viele Fans, denen die Ultras eher auf den Zeiger gingen, sich nun damit beschäftigen dürfen, wie man die Mannschaft in der schwersten Krise der letzten 9 Tage unterstützt. 

Und dann kommt der FC Bayern. Mit stolz geschwollener Brust und perfektem Saisonverlauf. Für uns ist das eine Chance, denn selbst eine Niederlage würde uns gut tun, weil sie uns zusammenschweißen wird und wie Neven nach seinem Kreuzbandriss noch stärker werden lässt. Mindestens unsere Bindung zum Verein wird stärker.

So kommen wir eben wieder aus der Krise und die haben wir ja, oder?

Samstag, 14. September 2013

Apropos Panikmache

Hansi Küpper @ schwatzgelb.de

Lieber Hansi Küpper,

Vielen Dank für diesen Text... Lese ich sehr häufig in Fanforen und auf den Seiten der sozialen Medien, aber muss man dem Autor hierfür wirklich danken? Was möchte er mit dieser Aufzählung von Verfehlungen der Politik und Polizei erreichen?

Er spricht von Panikmache der Politik und davon, dass etwas in unserem Land nicht stimmt, übersieht dabei allerdings, dass er nichts anderes macht, als Panik zu schüren.

Ich gehe seit mehr als 25 Jahren ins Stadion und habe weder in den Zeiten der Hooligans, noch in den letzten Jahren, Probleme mit der Staatsgewalt gehabt und ebenso wenig Angst vor, während oder nach einem Spiel gehabt, was aber nicht an dem rücksichtsvollen Verhalten der Fans liegt, von denen durchaus einige auch nach außen zeigen, dass sie zu Gewalt neigen könnten, sondern daran, dass Polizisten ihren Job machen, obwohl sie kaum Respekt und Anerkennung für Ihre Arbeit erfahren, sondern nur noch, insbesondere von den Medien, auf die Mütze bekommen, wenn sie, was menschlich ist, Fehler machen.

Wenn man von den immer wieder geschilderten Situationen von Fehlern überhaupt sprechen kann, denn so wie wir Fans immer sagen können, dass es auf Volksfesten mehr Verletzte durch Schlägereien gibt als im Stadion, kann man sicherlich unterstreichen, dass immer nur ein geringer Teil in seiner "Freiheit" eingeschränkt wurde. Ein Teil der Fans, der es sich in meinen Augen zur Aufgabe gemacht hat, aufzuzeigen, wie leicht es ist, die Polizei aus der Reserve zu rufen und ihnen ihre Grenzen aufzuzeigen. Dazu werden Provokationen und Beleidigungen, sogar gesetzeswidrige Taten als Bagatellen hingestellt und von der Polizei verlangt, diese hinzunehmen und mehr Fingerspitzengefühl zu zeigen. Der Auftritt einer Hundertschaft in Kampfanzügen wiederum ist eine Angst schürende Provokation. Schlimm wie manche Leute Sachen so drehen, dass es in ihr Schema passt.

Mir wird in dieser Diskussion viel zu wenig davon gesprochen, dass auch die Fans und gerade die Ultras einen Einfluss und eine Verantwortung haben, wie sich der Fußball, sein Umfeld oder der Besuch in einem Stadion entwickelt. Das "mahnende Beispiel" England wird immer wieder angeführt, weil man dort per Gesetz, aber auch durch Preispolitik die Fans aus den Stadien verbannt hat, die Stimmung machen. Fakt ist aber auch, dass professioneller Fußball großen wirtschaftlichen Zwängen unterworfen ist und dieser Einfluss meiner Meinung nach mehr zu den höheren Preisen geführt hat als der Vorsatz, gewisse gesellschaftliche Schichten, denen man ja offensichtlich diese Gewaltbereitschaft und Gefährdung der anderen Zuschauer zuspricht, aus den Stadien zu bekommen.

Jetzt wäre es daher an der Zeit, wirklich aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden, als dem Gegenüber nur dessen Fehlverhalten aufzuzeigen. So lange das nicht passiert, werden die Medien ihren Spaß daran haben und solche Kommentare schreiben, ohne auch nur konstruktiv Lösungsvorschläge zu liefern.

Sorry, Hansi, aber Panikmache hast auch Du mit diesem Text betrieben. Warum nur?