Das war nun also das Wochenende mit dem Spiel des Jahrhunderts, auf welches ich wie Millionen anderer Fans hingefiebert habe.
Leider haben wir es nicht geschafft und ich fühle mich ein wenig bestätigt, wenn ich befürchte, dass die Bayern inzwischen unschlagbar sind und das mit Millionen und Spielern von uns auf Jahre sein werden.
Oder lag es doch am Schiedsrichter, der mindestens zwei Bayernspielern die rote Karte hätte zeigen können und uns so ein wenig bei der offensichtlich fehlenden Kraft am Ende des Spiels geholfen hätte?
Hätte wenn und aber... er tat es nicht, Robben spielte seine Klasse aus und schoss uns zu Silber.
Vor und auch während des Spiels behielten die anwesenden BVB-Fans die Oberhand, die sie auch durch zahlenmäßige Überlegenheit in London seit spätestens Freitag inne hatten. Das macht mich stolz, genau wie die positiven Redaktionen der internationalen Presse (u.a. auch auf die Marketingaktionen) vom BVB.
Sympathien haben wir gewonnen, die wir der Mannschaft auch noch einmal bei der Rückkehr entgegen bringen wollten. Allerdings empfand ich die Stimmung innerhalb der Mannschaft während des kurzen Auftritts eher in die falsche Richtung gehend. Ich denke aber, dass man wohl nachvollziehen oder akzeptieren können muss, wie es sich anfühlt, wenn man ein so großes Spiel und auch noch ein paar befreundete Mitspieler verliert.
Der Unterschied zwischen den Profis und romantisierenden Fans ist wohl doch recht groß, zumindest was die Prioritäten angeht, denn da liegt uns der Verein näher am Herzen bzw. er steht über einem Titel und sei er noch so groß. Ich denke, dass die innere Gefühlswelt einer Mannschaft da doch anders aussieht.
Ich hoffe, dass die Verantwortlichen es schaffen, der Mannschaft neue Ziele schmackhaft zu machen, denn ich bin überzeugt, dass sie mit dem Talent und dem Zusammenhalt noch viel erreichen können, sich aber auch ein wenig neu erfinden müssen.
Tja... neue Saison, neue Spieler und neues Glück.

